Die Geschichte des Südh. Bergbaus im Mittelalter
Die Ilfelder Braunsteinhäuser
Der Ilfelder Manganbergb. v. 18. bis zum 19. Jahrh
Die jüngeren, nicht magm. Erz- u.Minerallagerst.
Die Gebirgsform. in der Grafschaft Wernigerode
Kartenmaterial
Letzter Bergbau im Ilfelder Tal
Historischer Überblick

Kupferschieferbergbau

Horst Gaevert schreibt:

Gegenstand der bergmännischen Tätigkeiten waren Sanderze des Zechsteinkonglomerats und das Kupferschieferflöz im Bereich der Basisschichten des Zechsteins. (Abb. 1) Wenn vorhanden, hat das Sanderz an der Langen Wand in Ilfeld eine Mächtigkeit bis zu 15 cm und das Kupferschieferflöz 46 bis 49 cm. In Buchholz ist die Flözmächtigkeit mit 45 bis 55 cm etwa gleich.





Bei der Heraushebung des Harzes zum heutigen Gebirge zerbrachen die Schichten parallel zur Längsrichtung des Gebirges (Störungen). In diesen Bereichen kam es zu den sog. Rückenvererzungen (Abb. 3). Für die Gewinnung waren in historischen Zeiten vor allem Kobalterze interessant. Wenn Schwerspat anfiel, gewann man diesen ebenfalls. Lagerstättenkundliche Untersuchungen auf Kobalt und Schwerspat wurden bisher nicht vorgenommen.





Im Bereich der an der Tagesoberfläche ausstreichenden Schichten des Zechsteins befinden sich zwischen Ilfeld und Stempeda etwa 20 auflässige Bergbaugebiete, mit rund 500 ehemaligen Schürfen, Tagebauen, Schächten und Stollenmundlöchern (Abb. 1). Die Anfänge der bergmännischen Tätigkeiten lassen sich nur selten durch Archivalien oder Dokumente nachweisen. In der Regel erkunden einzelne Bergleute visuell und mit Schürfen die Lagerstätte. Anschließend wurden die nutzbaren Erze und Schiefer in Tage- und flachen Tiefbauen gewonnen, die im Laufe der Zeit Tiefen bis zu 60 m erreichten. Aufgrund der offensichtlich günstigen Lagerstättensituation konzentrierten sich die Arbeiten schon sehr früh auf den Eichenberg, den Nusshain und die Stempedaische Gemeinde sowie das Gebiet nördlich Buchholz. Aus den genannten Gebieten nordwestlich und nordöstlich von Stempeda liegen Informationen vor. Hier wurde im 15. und 16. Jahrhundert unter dem Landgrafen Friedrich von Thüringen Bergbau betrieben. Die Tatsache, dass sich die Herzöge von Sachsen im Jahre 1482 die Eichenbergischen Kupferschieferbergwerke teilten, bestätigt die hervorragende Stellung und Bedeutung der Kupferschieferbergwerke auf dem Territorium von Stempeda. Ein Situationsbericht aus dem Jahre 1645 weist auf die günstige Lagerstättensituation durch Flözverdopplung hin. An der Wende zum 16. Jahrhundert hatte sich der Bergbau bereits nach Westen bis Buchholz ausgedehnt. Der regierende Graf war Mitgewerke. Im Jahre 1521 schloss er mit mehreren Gewerken einen Vergleich, um die Bergrechte zu regeln. Das Bergwerk wurde in 32 Teile geteilt und ihm davon 6/2 Teile zuerkannt. In der Bergordnung von 1550 werden folgende Gewerkschaften oder Reviere genannt:



Obergewerkschaft zu Ilfeld
Mittelgewerkschaft am Eichenberg sowie
Niedergewerkschaft am Questenberg


Vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges hatte der Bergbau einen Niedergang zu verzeichnen. Aus der Zeit des Krieges sind keine Nachrichten überliefert. Im Jahre 1645 nahm man am Eichenberg, am Stöckey und bei Stempeda den Bergbau wieder auf, der wenig erfolgreich war, denn im Jahre 1675 waren die Bergwerke schon wieder auflässig (außer Betrieb). Gearbeitet wurde von 5.00 bis 18.00 Uhr. Arbeitsbummelei und Trinkerei waren Folgen des Krieges. Um 1680 begann sich der Bergbau allmählich zu stabilisieren. Bergmeister Mey war der Meinung, dass der Bergbau immer noch nicht mit „rechtem Ernst angegriffen“ werde. Der regierende Graf übernahm die Verwaltung der Berg- und Hüttenwerke. Unter der strengen Disziplin von Bergrat Rudolph Andreas machte der Bergbau ab 1687 weitere Fortschritte und erholte sich aus seiner Krise.
Um 1700 existierten nördlich von Buchholz bereits 10 bis 12 Schächte. Die daraus resultierenden Pingen und Halden prägen heut mit Büschen und Bäumen die landwirtschaftlich genutzten Flächen. Obwohl ihre Zahl in jüngster Zeit geringer geworden ist, vermitteln die verbliebenen noch den Eindruck einer geschlossenen Bergbaulandschaft des ehemaligen Kupferschiefer-Bergbaus im Südharz. Um den Einheimischen und Touristen diese Zusammenhänge zu vermitteln, wurde im Jahre 1990 in angemessener Entfernung am Ortseingang Buchholz eine Schrifttafel aufgestellt.
Mutungen an der Langen Wand und bergmännische Aktivitäten am Güldenen Boden sind an der Wende zum 18. Jahrhundert ebenfalls zu verzeichnen. In den Folgejahren griff erneut eine Disziplinlosigkeit um sich. Bergmeister Mey ging entschlossen dagegen vor. Schwierigkeiten in der Wetter- und Wasserhaltung waren vorhanden. Um den Risikofaktor Bergbau zu senken und um mehr Kapital einsetzenzu können, fand im Jahre 1714 eine „Consolidation“ (Vereinigung) der Rottleberöder, Buchholzer und Stolberger Reviere statt. Von jetzt an erfolgte eine gemeinsame Rechnungsführung, Planung und Berichterstattung.
Die weitere Entwicklung soll anhand des Bergbaus in Buchholz und an der Langen Wand verfolgt werden. Zunächst zum weiteren Geschehen in Buchholz.

Der Buchholzer Bergbau ab 1714

Bis zum Jahre 1714 hatte man nordöstlich von Buchholz das Flöz in Teufen bis zu 25 m unter Beherrschung der Entwässerung abgebaut. In dem Maße, in dem man im Bereich der heutigen Ortslage nach Süden vordrang, stiegen neben den Abbauteufen auch die Schwierigkeiten in der Wasser- und Wetterhaltung. Unter diesen Bedingungen konnte nur durch höheren Kapitaleinsatz das Auflässigwerden des Bergbaus verhindert werden. Bis zum Jahre 1722 war aufgrund der genannten Bedingungen eine Blütezeit zu verzeichnen, in der mit Gewinn gearbeitet wurde. In den Folgjahren verschuldete er kontinuierlich.
Das vorhandene Entwässerungssystem in Form von Schlottenstollen im Flözniveau wurde immer teurer und funktionierte nur noch für einen Teil der Abbaufelder. Um die Wasserhaltung weiter zu gewährleisten, mussten in steigendem Maße Bergleute zum Abpumpen von Wasser eingesetzt werden. In der Folge von größeren Niederschlagsperioden soffen einzelne Schächte ab. Auch die unzureichende Wetterführung bewirkte Arbeitsunterbrechungen. Dadurch ging die Förderung bei höheren Betriebskosten zurück. Der Bergbau warf keinen Gewinn mehr ab bzw. wurde mit Zubuße betrieben. Nun sah man den einzigen Ausweg im Bau eines Stollens, der das gesamte Gebiet in der Ortslage Buchholz in 60 m Tiefe entwässern sollte. Die geringe Hangneigung in Buchholz bewirkte, dass der Stollen etwa 3 km Länge haben müsste. Um seine Kosten zumindest teilweise zu erwirtschaften, war geplant, ihn möglichst vollständig im Flöz aufzufahren. Auf diese Weise konnten die jeweils angetroffenen nutzbaren Erze und Schiefer gewonnen werden. Im Jahre 1734 legte man das Mundloch des Stollens im Harzfeld an. Er wurde Tiefer Harzfelder Stollen genannt (Abb. 4).





In den nächsten Jahren wuchs seine Länge beträchtlich. Sein Verlauf ist wegen der Erkundung und Gewinnung nutzbarer Flözbereiche unter möglicher Umgehung von brüchigem Gebirge nicht gerade. Bei seinem Bau wurden die Wetter (Luft) vor Ort mit zunehmender Entfernung von der Tagesoberfläche immer schlechter, so dass im Abstand von 100 bis 300 m sogenannte Lichtschächte abgeteuft werden mussten (Abb. 4). Über diese Schächte förderte man gleichzeitig das aus dem Berg ausgehauene nicht nutzbare Gestein zur Tagesoberfläche. Einige von ihnen formen bis heute mit je einer Pinge und umgebender in der Regel runder Halde das häufig durch Bäume und Büsche gekennzeichnete Landschaftsbild. Als typisches Objekt gilt Lichtschacht 5, der im Jahre 1990 ebenfalls für interessierte Einheimische und Touristen beschildert wurde.
Mit der schwindenden Rentabilität des Bergbaus in der Ortslage Buchholz und den steigenden Kosten für den Stollenbau war der Niedergang des gesamten Buchholzer Bergbaus nicht mehr aufzuhalten. Im Jahre 1758 stellte man die Förderung von Erzen und Schiefern vollständig ein. Bis zum Jahre 1775 konzentrierten sich die Altvordern mit letzter verzweifelter Kraft auf das soggenannte Mittelfeld unmittelbar östlich von Buchholz. Dann führten schlechte Erz- und Schieferanbrüche zur Einstellung der Arbeiten. Die Schuldenlast bewirkte etwa gleichzeitig das Auflässigwerden des Tiefen Harzfelder Stollens. Zu diesem Zeitpunkt hatte er eine Länge von knapp 2000 m erreicht. Seine Kosten beliefen sich auf die ungeheure Summe von 9000 Reichstalern.
Um 1840 war infolge der Gründung des Preußisch-Deutschen Zollvereins das Interesse an einer konzentrierten Förderung von Schiefern und Erzen im Gebiet Stolberg-Rottleberode-Buchholz erwacht. Als man sich im Jahre 1845 bei der endgültigen Auswahl eines Reviers für die Wiederaufnahme des Bergbaus in Buchholz entschied, wurden ungünstige Lagerstättenprognosen zugunsten ökonomischer und erschließungstechnischer Gesichtspunkte nicht gebührend beachtet.
Bei der Aufnahme des Bergbaus konzentrierten sich die Arbeiten auf den Tiefen Harzfelder Stollen. Zunächst wurde der im 18. Jahrhundert aufgefahrene Stollenteil aufgewältigt. Dabei setzte man 8 alte Lichtschächte wieder in Betrieb und untersuchte aufgeschlossene Flözfelder auf ihre Bauwürdigkeit. Die Ergebnisse deuteten auf „bescheidene Hoffnungen“, die eine „mäßige Verzinsung des angelegten Kapitals“ erwarten ließen.
Die weitere Auffahrung des Stollens ist unter Aufbietung erheblicher Kräfte zügig realisiert worden, um bald das Buchholzer Feld zu erreichen. Obgleich das Ziel mit der kürzesten Verbindung in Form einer sogenannten Flügelstrecke anvisiert wurde, konnte man auf Lichtschächte, die auch der Förderung dienten, nicht verzichten. Der Stollen sollte an den tiefsten Schacht des Buchholzer Feldes angeschlossen werden. Dieser befindet sich etwa 30 m südwestlich der Landstrasse Buchholz-Steigerthal. Im 18. Jahrhundert bezeichnete man ihn als „Unverhofftes Glück“. Jetzt erhielt er die Bezeichnung Lichtschacht 17. Von ihm aus sollte das gesamte Buchholzer Feld entwässert und für den Abbau vorbereitet werden.
Als im Buchholzer Revier vom Lichtschacht 17 aus Erkundungsstrecken aufgefahren wurden, baute man die nutzbaren Flözteile ab. Da die Ergebnisse nicht befriedigten und die Vorräte zur Neige gingen, kam es im Jahre 1859 zur Einstellung der Schiefer- und Erzförderung. Der Bau des mehr als 3 km langen Tiefen Harzfelder Stollens war somit nicht von Erfolg gekrönt gewesen. In der Folgezeit unternahm man einen letzten Bergbauversuch südöstlich von Buchholz. Hier begannen im Jahre 1858 die Teufarbeiten für den sogenannten Tiefbauschacht. Mit diesem sollte ein bisher unverritztes Feld erkundet und gegebenenfalls erschlossen werden. Im Jahre 1869 ersoff er bei einer Teufe von rund 36 m. Als danach die Einstellung der Arbeiten beschlossen wurde, kam der gesamte Buchholzer Bergbau zum Erliegen. Das Interesse am Bergbau war damit noch nicht erloschen, denn kapitalkräftige Bürger hegten sorgsam ihre Eigentumsnachweise am Buchholzer Bergbau bis zum Jahre 1918. Unser Interesse gilt der öffentlichen Sicherheit an der Tagesoberfläche und der regionalen Entwicklung der Produktivkräfte auf dem Gebiet des Bergbaus. Durch die Nutzung von Haldenmaterial werden Zeugen der ehemaligen bergbaulichen Tätigkeit ständig reduziert.

Der Bergbau an der Langen Wand

Das westlichste Bergbaugebiet auf Kupferschiefer im Kreis Nordhausen befindet sich an der Langen Wand bei Ilfeld. Über die Anfänge der bergmännischen Tätigkeiten ist nichts bekannt. Sie reichen möglicherweise bis ins 16. Jahrhundert zurück, da in dieser Zeit schon Kupfer-Schmelzhütten in Ilfeld existierten und die Bergordnung von 1550 konkret Bezug auf Ilfeld nimmt. Die ältesten Dokumente, die sich auf den Bergbau an der Langen Wand beziehen, befinden sich in Form von Mutungsanträgen im Staatsarchiv in Wernigerode und datieren aus den Jahren 1698 und 1701. Es ist nicht bekannt, ob ihnen bergmännische Aktivitäten folgten.
Erst konkrete Informationen liegen aus dem Jahre 1750 über zwei 30 m lange Stollen vor. Auf sogenannten Rücken wurden Kobalterze gewonnen. Fünf Jahre später waren 5 Stollen bereits auflässig. In zwei weiteren Stollen förderten die Bergleute Kobalterze und Schwerspat. Als sich um 1760 die prekäre Vorratslage nicht verbesserte, kam der Bergbau zum Erliegen. Bergrat Boden vermerkte in seinem Bericht aus dem Jahre 1767, dass er kein einziges Ort mehr befahren könne.
Zusammenfassend sei festgestellt, dass im 18. Jahrhundert kein intensiver Bergbau zu verzeichnen war. Oft arbeitete nur ein Mann in einem Stollen. Aus Sicherheitsgründen ist solche Arbeitsweise heute verboten.
Als Berggeschworener Riehn im Jahre 1846 ein Gutachten zur Wiederaufnahme des Bergbaus an der Langen Wand anfertigte, kam er zu folgender Erkenntnis: „So vielfach das Flöz im 18. Jahrhundert auch untersucht worden ist, scheint ein wirklicher Abbau in großer Ausdehnung noch nicht stattgefunden zu haben“. Der Abbau habe sich vorwiegend auf Störungen konzentriert. Essei neben Kobalt und Sanderz auch Schwerspat gewonnen worden.
Im September 1848 waren bereits sechs ältere Stollen ohne bauwürdige Vorräte aufgewältigt worden. Mit einem tiefen Stollen „hofft man jetzt den Bau zu lösen“. Bei diesem dürfte es sich um den heutigen Entwässerungsstollen des im Bau befindlichen Schaubergwerks handeln. Im Oktober stellte Bergrat Müller fest, dass die Kupfergehalte „sehr zerstreut“ im Flöz sind. In den Strecken, die für Besucher zugänglich gemacht werden sollen, ist das Sanderz nur zum Teil vorhanden. Ein erheblicher Flächenanteil des Konglomerats ist taub. Somit wird die Aussage von Bergrat Müller bestätigt. Des weiteren stellte Müller fest, dass es kaum möglich sei, „in den alten Bauen eine Schieferlage von einem solchen Reichtum“ aufzufinden, der die Gewinnungskosten deckt. Eine solche wäre von den „Alten“ abgebaut worden. Auch diese Aussage ist in jüngster Zeit bestätigt worden. Deshalb empfahl Riehn nicht die Fortsetzung der im 18. Jahrhundert begonnenen Arbeiten, sondern „im frischen unveritzten Felde metallreiche Schieferlagen aufzusuchen“. Das war das Signal für die Orientierung auf den Kupferschieferbergbau an der Langen Wand. Unmittelbar danach wurden in diesem Sinne vom unteren Stollen aus im Schaubereich von verschiedenen Punkten ins Hangende und Liegende Strecken aufgefahren, die künftig dem Besucher gezeigt werden sollen. Die revolutionären Ergebnisse des Jahres 1848 waren Anlass, die bisher wenig erfolgreichen Erkundungs- und Gewinnungsarbeiten zugunsten der Auffahrung des Tiefen Harzfelder Stollens einzustellen. Trotz der bisherigen Misserfolge nahm man zu Beginn des Jahres 1860 die Arbeiten im Untersuchungsstollen wieder auf. In dieser Zeit wurden die Verbindungsstrecken zwischen dem unteren und mittleren Stollen erweitert.
Die Berichte über bergmännische Arbeiten an der Langen Wand enden im IV. Quartal des Jahres 1860 mit dem Hinweis, dass die geringen Mengen guter Erze in Zukunft nur mit besonders kleinen Streckenquerschnitten erkundet und gewonnen werden können.

Wie die Ausführungen zeigen, ist der Kupferschiefer-Bergbau in Buchholz und Ilfeld um 1860 zum Erliegen gekommen. Auch wenn in Rottleberode um die Jahrhundertwende nochmals eine kurze Wiederaufnahme alter Gruben erfolgte, so ist dieser Bergbau, verglichen mit den älteren Betriesperioden, unbedeutend. Die verkehrsmäßige Erschließung Deutschlands in der Mitte des 19. Jahrhunderts und die etwa gleichzeitig erfolgte Industrialisierung sowie der damit verbundenen erheblich gestiegenen Nachfrage nach Kupfer förderten die Gewinnung aus ergiebigeren Lagerstätten im Ausland. In diesem Umfeld hatten die lagerstättenmäßig benachteiligten Kupferschiefer-Bergwerke keine reale Chance für den weiteren Betrieb oder gar für die Wiederaufnahme des Bergbaus. Mit dem Auflässigwerden des Thomas-Müntzer-Schachtes in Sangerhausen wird der einst so bedeutende Kuperschiefer-Bergbau am Harz nach jahrhundertealter wechselvoller Geschichte wahrscheinlich für alle Zeiten beendet. Unserer und den nächsten Generationen bleiben nur Erinnerungen und Folgeschäden.



Dokumente (nicht veröffentlicht)

D1 - Diplomarbeit. Beträge zur Lithologie und zu den Lagerstättenverhältnissen der Schichtenfolge an der „Langen Wand“ bei Ilfeld. Von Holger Listemann, Ernst-Moritz-Arndt -Universität. Sektion Geologische Wissenschaften. Greifswald, den 1.7.1887
D2 - Untersuchungen zum weiteren Ausbau des Schaubergwerks „Lange Wand“ Ilfeld. Angefertigt von der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau des Thomas-Müntzer-Schachtes. Sangerhausen, im November 1986
D3 - Bergschadenkundliche Analyse Kupferschiefer-Bergbau an der „Langen Wand“ bei Ilfeld/Harz. –Bearbeiter: R. Grau, VEB GFE, BT Jena. Jena, den 16.1.1973
D4 - 1. Nachtrag zur Bergschadenkundlichen Analyse Kupferschiefer-Bergbau an der „Langen Wand“ bei Ilfeld. –Bearbeiter: Drüsedau, Gaevert, Ostermann, Bergsicherung Ilfeld. Ilfeld, den 15.2.1979
D5 - Bergschadenkundliche Analyse Kupferschieferbergbau Tiefer Harzfelder Stollen. Bearbeiter: Gaevert, Gropp. Bergsicherung Ilfeld. Ilfeld, den 31.10.1977
D6 - Bergschadenkundliche Analyse Kupferschieferbergbau Buchholz Teil 1. – Bearbeiter: Drüsedau, Gaevert, Ostermann, Bergsicherung Ilfeld. Ilfeld, den 31.5.1997
D7 - Bergschadenkundliche Analyse Kupferschieferbergbau Südharz. – Bearbeiter: Gaevert, Bergsicherung Ilfeld. Ilfeld, den 30.6.1990


Archivalienverzeichnis

A1 - Die Wiederaufnahme des Kupferschiefer-Flöz-Bergbaus in den Grafschaften Stolberg und Hohnstein 1843 – 1901. – STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode. Stolberg-Stolberg C, XXII, Nr. 6
A2 - Einige Nachrichten über den Gewinn von edlen Metallen aus den Bergen der Grafschaft Stolberg 1503 bis 1669. - STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode. Stolberg-Stolberg B, Tit XV, Nr. 8
A3 - Die Schürfversuche nach Kupfererz im Hohnsteinischen Forst 1842 – 1844. – STAM Rep H Stolberg Wernigerode, Kammer Wernigerode, Repon. Registr. Fach 520, OI, Nr.5
A4 - Die Bergwerke im Hohnsteinischen Forst 1671. -STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode, Hauptarchiv A41, Fach 3, Nr. 6
A5 - Die große Handelsgesellschaft des Eichenbergs in der Grafschft Stolberg, deren Geschäfte, Ausdehnung und Schuldenwesen, vol. I 1520 – 1552, vol, II 1553 – 1649. - STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode. Stolberg-Stolberg B, XV, Nr. 5
A6 - Des Grafen Botho zu Stolberg-Wernigerode Vergleich mit den Lehnträgern der neuen Bergwerke oder und unter dem Eichenberg über die Gränzen, Zehnten, Holzrechte und Silberkauf des neuen Bergwercks gen. Das Günzeldorf 1538. - STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode. Stolberg-Stolberg A, V, Nr. 10
A7 - Bericht des Gräfl. Stolberg-Wernigerodischen Bergraths Boden, die sämtlichen Bergwerke in der Grafschaft Stolberg-Stolberg betr. De 30. Mart 1767. - STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode, Hauptarchiv A47, Fach 6, Nr. 13
A8 - Zehend- und Lehnbrief der Ober Zeche des Eichenberges 1538. - STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode, Hauptarchiv B22, Fach 4, Nr. 6
A9 - Gruben Berichte über die sämtlichen Bergwerke der Grafschaft Stolberg 1714 – 1770. - STAM Rep. H Stolberg-Wernigerode. Stolberg-Stolberg B, XV, Nr. 41a
A10 - Milecki: Geschichte des Bergbaus in den Grafschafen Stolberg und Hohnstein. – STAM Rep F 39, Nr. 201 II
A11 - Flözbergbau in den beiden Grafschaften Stolberg und Rossla, bei Buchholz, Rottleberode und Breitungen. Von Carl Wehrhan 1837. – STAM Rep F 39, Nr. 153
A12 - Bericht zum Südharzer Bergbau. – Uftrungen, den 24.8.1630. – Stadtarchiv Weimar, Bergwerksakten
A13 - Mutungen Lange Wand aus den Jahren 1698 und 1701. – STAM Rep FIa, Tit. III, Nr. 2